Archiv der Kategorie 'Ninja Tune'

Solid Reel

Mit Solid Steel bietet Ninja Tune schon seit Jahren wöchentlich Musikmixe an, die immer wieder richtungsweisende Musik verarbeiten. Seit zwei Jahren gibt es auch Solid Reel: Der Videomix. Den ersten Teil haben, wie könnte es anders sein, Hexstatic gebastelt und daran sein an dieser Stelle freundlichst erinnert.

Hexstatic presents ‚Solid Reel‘ – Video podcast from Solid Steel on Vimeo.

Skalpel – zur Sendung vom 28.10.2010 mit dem Feature „polnischer Jazz“

Von Skalpel wurde schon oft Musik im Nachttanzfunk gespielt. Deshalb wird es auch höchste Zeit mal ein paar Worte über das Breslauer Duo zu verlieren.
Skalpel rechnen sich selbst dem Hip Hop zu. Im Jahr 2000 begleiteten sie DJ Vadim auf seiner Osteuropa-Tour. Das brachte die nötigen Kontakte. Nachdem sie bereits von 1999 bis 2001 ein Album (Virtual Cuts) und eine EP (Polish Jazz) in Eigenregie veröffentlicht hatten, wurden sie 2003 mit der EP „Sculpture“ vom Londoner Label Ninja Tune gesignt. Zu den Label-Kollegen gehörten nun Nu-Jazzer wie The Cinematic Orchestra und Jagga Jazzist sowie Hip-Hop-Minimalist Vadim. 2004 kam die Debüt-LP auf Ninja Tune heraus, die man ganz originell nach sich selbst benannte. Nach drei Singles erschien 2005 der zweite Longplayer „Konfusion“.
Beide auf Ninja Tune veröffentlichen Alben verfolgen eben die Idee Hip-Hop-Rhythmen mit Jazz-Samples in Symbiose zu bringen. Viele der Stücke stehen den Produktionen vom Cinematic-Orchestra-Kopf John Swinscoe in Nichts nach: Vielleicht sind die Tracks etwas verkopfter, aber niemals verhuddelt sich Skalpel im Jazz; vielmehr bestätigt sich auf hohem Niveau wie viel Hip Hop vom Jazz und Jazz von Hip Hop lernen kann.

Hier mal ein Stück von der EP „Polish Jazz“

…und hier ein hübscher Klassiker von dem Ninja-Tune-LP-Debüt.

Discography
1999 Virtual Cuts
2001 Polish Jazz
2003 Sculpture
2004 Skalpel
2004 1958
2005 Break Out
2005 1958 Breaks
2005 Konfusion

Band-Mitglieder: Igor Pudlo und Marcin Cichy

Jaga Jazzist…

… ist eine norwegische Band, die seit 1994 existiert und deren Mitgliederzahl jahrelang um zehn herum oszillierte; zurzeit sind es neun. Insgesamt sind Jagga Jazzist ein sehr experimentierfreudiges Projekt, weshalb oft Vergleiche mit Aphex Twin, Squarepusher, Stereolab angestellt, aber auch Einflüsse des Jazzers John Coltrane genannt werden. Seit 2001 veröffentlichen Jagga Jazzist auf dem Osloer Label Smalltown Supersound. Den meisten ist Jaga Jazzist allerdings vom Londoner Label Ninja Tune bekannt, welches eine Lizenz von Smalltown Supersound erhalten hat. Das tut Jaga Jazzist sicherlich sehr gut, denn es erhöht deren Bekanntheitsgrad wesentlich (Ich kenne JJ auch daher). Auf Smalltown Supersound veröffentlichen so illustre Musiker, wie der deutsche Free Jazzer und Saxophonist Peter Brötzmann, dessen herausragendes Album Machine Gun ist.
Auf dem Julispielplan stehen zwei Stücke von Jagga Jazzist, die beide von der E.P.-Auskopplung Bananfleur Overalt des Albums One-Armed-Bandit stammen. Der erste Track One-Armed Bandit hat Sprutbass aus Oslo gemixt. Sprutbass bezeichnet seinen Stil selbst als Synthetic Funk und nennt auf myspace den amerikanischen Jazztrompeter und Third-Stream-Vertreter Don Ellis (1934-1978) als einzigen Einfluss. Sprutbass ist beim interessanten, norwegischen Elektronika-Label Dødpød zu Hause.
Track zwei – 200V/Spectral – hat sich Final vorgenommen. Der Norweger Final macht aus dem hektischen Original eine eingängige House-Nummer. Final gehört scheinbar der Generation an, die Techno gerne mit Rock mischt. Das zeigt ein Video auf myspace. Das andere Video (siehe unten) zeigt Final bei der Zusammenarbeit mit einen Orchester auf dem Kammermusikfestival Trondheim.