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Jaga Jazzist…

… ist eine norwegische Band, die seit 1994 existiert und deren Mitgliederzahl jahrelang um zehn herum oszillierte; zurzeit sind es neun. Insgesamt sind Jagga Jazzist ein sehr experimentierfreudiges Projekt, weshalb oft Vergleiche mit Aphex Twin, Squarepusher, Stereolab angestellt, aber auch Einflüsse des Jazzers John Coltrane genannt werden. Seit 2001 veröffentlichen Jagga Jazzist auf dem Osloer Label Smalltown Supersound. Den meisten ist Jaga Jazzist allerdings vom Londoner Label Ninja Tune bekannt, welches eine Lizenz von Smalltown Supersound erhalten hat. Das tut Jaga Jazzist sicherlich sehr gut, denn es erhöht deren Bekanntheitsgrad wesentlich (Ich kenne JJ auch daher). Auf Smalltown Supersound veröffentlichen so illustre Musiker, wie der deutsche Free Jazzer und Saxophonist Peter Brötzmann, dessen herausragendes Album Machine Gun ist.
Auf dem Julispielplan stehen zwei Stücke von Jagga Jazzist, die beide von der E.P.-Auskopplung Bananfleur Overalt des Albums One-Armed-Bandit stammen. Der erste Track One-Armed Bandit hat Sprutbass aus Oslo gemixt. Sprutbass bezeichnet seinen Stil selbst als Synthetic Funk und nennt auf myspace den amerikanischen Jazztrompeter und Third-Stream-Vertreter Don Ellis (1934-1978) als einzigen Einfluss. Sprutbass ist beim interessanten, norwegischen Elektronika-Label Dødpød zu Hause.
Track zwei – 200V/Spectral – hat sich Final vorgenommen. Der Norweger Final macht aus dem hektischen Original eine eingängige House-Nummer. Final gehört scheinbar der Generation an, die Techno gerne mit Rock mischt. Das zeigt ein Video auf myspace. Das andere Video (siehe unten) zeigt Final bei der Zusammenarbeit mit einen Orchester auf dem Kammermusikfestival Trondheim.